Rahmenbedingung für die digitale Energiewelt gestalten

Auf politischer Seite besteht die Erwartung, dass die Digitalisierung ein wesentlicher „Enabler“ für die Ziele der Energiewende ist und dadurch nicht zuletzt das volkswirtschaftliche Wachstum und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Dies wird u.a. dann gelingen, wenn die Kunden aktiv in die Energiewende miteinbezogen und von ihren Vorteilen nachhaltig überzeugt werden.

Die Plattform setzt sich dafür ein die Rahmenbedingungen der Energiewelt von morgen lösungsoffen zu gestalten, Innovation zu befördern und Herausforderungen zu begegnen. Dazu hat sie zentral Ansatzpunkt definiert.

  • Seitens der Politik sollten bereits kurzfristig Spielräume hinsichtlich der regulatorischen Rahmenbedingungen – zunächst in begrenztem Umfang und mit begrenzten Gesamtsystemauswirkungen – geschaffen werden, um schnellere Innovationszyklen zu ermöglichen.
  • Ausgehend von Pilot- und Demonstrationsvorhaben (wie z.B. SINTEG oder den Kopernikus-Großforschungsprojekten) sollten zügig Standards für den Einsatz dezentraler Flexibilität für unterschiedliche Use Cases erarbeitet  werden, damit sich abgeleitete Geschäftsmodelle und Lösungen deutschlandweit entwickeln können.  
  • Um eine weitgehendere Systemoptimierung durch Marktkräfte zu ermöglichen, ist es die Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen mit dem Ziel eines Level-Playing-Fields für unterschiedliche Lösungen weiterzuentwickeln, dabei Schwellen an Sektorgrenzen zu reduzieren und die Anschlussfähigkeit der verschiedenen Märkte zu gewährleisten.
  • Netzbetreiber sollten im Rahmen der Regulierung die Möglichkeit und den Anreiz haben – wo sinnvoll – ihre Netze mit Investitionen in intelligente Technik weiter zu entwickeln. Nur so kann bei einer wachsenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien die Systemstabilität effizient gewährleistet werden.  
  • Ausreichende Transparenz über Strom-, Gas- und Wärmeverbräuche ist eine wichtige Grundlage für private und industrielle Kunden, ihr Verbrauchsverhalten aktiv zu verbessern, die Energieeffizienz zu steigern und Flexibilität in der Breite für das Stromsystem nutzbar zu machen.